Radteam Tharandter Wald

Herbstgold 2018 - oder: ein Traumsommer endet im November

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Wenn wir an diesen Sommer zurückdenken – manchmal kam es uns vor, als wolle er wirklich niemals enden. Mittlerweile sind die Blätter bunt, die ersten Nachtfröste waren auch schon da, auf dem Fichtelberg soll es sogar schon geschneit haben! Kurzum – OK: Der Sommer ist vorbei, der Herbst aber noch lange nicht.

Wir freunden uns also langsam damit an, dass das Saisonende (zumindest draußen) zu Ende geht, und läuten es mit unserer traditionellen Saisonschlussrunde „Herbstgold“ ein. Diesmal sehr spät, im November! Ging’s vergangenes Jahr noch zumindest mit kurzen Radhosen Richtung Keulenberg, waren wir diesmal im schönen Meißner Land und rund um Moritzburg unterwegs.
24 Starter, so viele wie noch nie, fanden den Weg nach Tharandt, von wo es wie jedes Jahr losging. 90 Kilometer inklusive Mittagseinkehr standen auf dem Plan – die Herbstgold ist eine Genießerrunde. Rückblickend auf die Saison 2018 ist im Radteam sehr ordentlich gearbeitet worden: Im Herbstgold-Peloton rollten Fichkona- und Ötztaler-Finisher, Stonemänner und Bikemänner mit, und nicht wenige „Fünfstellige“. Schön, dass auch Radsportkameraden aus dem nahegelegenen Umfeld mit dabei waren – und zum ersten Mal ein Liegerad!


Ohne Regen und ohne peitschenden Seitenwind war es ein schöner Rad-Ausflug durch eine Ecke, die viele von uns nur sporadisch befahren. Die vielen kleinen Dörfchen überm und im Elbtal werden augenscheinlich jedes Jahr hübscher, kaum ein altes Gehöft, das noch der Witterung preisgegeben vor sich in schlummert – statt dessen viele Baugerüste und schon fertig hübsch restaurierte alte Bausubstanz. So schön das fürs Auge sein mag: es liegt immer noch erstaunlich viel Kopfsteinpflaster in der Gegend, das muss man mögen so als asphaltverwöhnter Rennradler...
In immer wieder wechselnder Paarung zog sich das große Gruppetto stellenweise ziemlich lang, leider gab es auch dieses Jahr ein paar unschöne Begegnungen mit Autofahrern, die das mit der gegenseitigen Vorsicht und Rücksicht noch nicht so ganz gecheckt haben, aber auch die Herbstgold 2018 war unfallfrei – das zählt. Die (obligatorische?) Reifenpanne fiel mitten in den beginnenden Hungerast vor der Mittagsrast, war aber so schnell behoben wie vergessen – und einer kann sich freuen: zum bevorstehenden Geburtstag gibt’s bestimmt Rad-Ersatzteile!

Unser diesjähriger Rad-Gourmet-Tipp geht an die Gaststätte „Meißner Blick“ im schönen Klipphausener Ortsteil Seeligstadt (wer’s nicht kennt: zwischen Meißen und Dresden, linkselbisch, oben!). Die Speisekarte ist wie für Radsportler gemacht, die Betreuung vom Feinsten. Kurz vor der Nachtischbestellung sorgte die geschickte Choreografie (Danke Martin!) dafür, dass es erst einmal pedalös weiterging und der Kaffee-und-Kuchen-Moment in unser „Traditionscafé“ nach Tharandt, ins Bahnwärterhäuschen verlegt wurde. Ist das Gemeindegebiet Klipphausen erst einmal erreicht, führen zahllose Straßen und Wege zurück ins heimische Revier. Eine immer wieder gern genommene Route ist die ehemalige Schmalspurbahn-Strecke von Nossen nach Freital-Potschappel, die – zum Radweg ausgebaut - abseits von Straßen mit motorisierten Radler-Gefährdern ein gemütliches und komfortables Rollen ermöglicht. Ruck-Zuck steht „Grumbach“ auf dem Ortsschild: hier dann die einzige Berg- und Sprintwertung und eine schöne rasante Abfahrt in den Ort, der dem Wald und dem Radteam seinen Namen gibt. Zwar zahlenmäßig etwas dezimiert, aber immer noch strahlend glücklich über das reichhaltige und vortreffliche Kuchenangebot in der Vitrine ging die Herbstgold 2018 cappuccino- und kaffeeversüßt im „BWH“ zu Ende. Nicht ohne die ersten Gedanken ans Schneeglöckchen und sogar an den Spreewaldmarathon 2019. Und – nur so als Tipp! – mit einigen„Bis Donnerstag!“-Abschiedsgrüßen: Richtig zu Ende ist ja nur die Draußen-Rennrad-Saison. Indoor geht’s natürlich weiter mit Spinning, jeden Donnerstag ab 19.30 Uhr im Freitaler „Hains“!

 

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