Radteam Tharandter Wald

Über Wiesen, rund ums Wasser – oder: Fuß verstaucht? Bewegung hilft!!!

web 3 TalsperrenrundeWenn drei Familienvatis sich zum Radfahren verabreden... Halt! Liest jemand so eine Geschichte? Ist doch langweilig! – Ist es nicht! Lest weiter und Ihr wisst warum. Und... vielleicht lernt Ihr ja sogar was?
Der Plan heute: von Tharandt zur Talsperre Klingenberg und zurück, und unterwegs immer mal an den zahlreichen heißen und süßen Trails links und rechts der Täler naschen. Los ging’s mit einem knackigen Anstieg (ja, OK, wir geben’s zu: ein Stückchen zu Fuß...), um dann über satte grüne Wiesen, auf denen der Raps sich in die Sonne reckt, Richtung Edle Krone zu rollen. Auch die sanften Wiesen können einen auf die größeren Ritzel zwingen, und weil die Natur jetzt alles gibt und viele Trails schnell zuwachsen, ist die Orientierung im Wald nicht ohne.


(Rad-)Freunde: Ein für alle Mal, Ihr müsst nicht weit fahren und Mutter Natur zeigt Euch, wie viel Mühe sie sich mit dem Sachsenland gegeben hat! An der Weißeritz entlang über Dorfhain Richtung Höckendorf, vorbei am Aurora-Erbstolln (Familienausflugstipp: geöffnet Samstags 10:00-14:30 Uhr!) wechseln sich bequeme Roll-Waldwege ab mit scharfen, wurzel- und steingespickten Links-Rechts-Hoch-Runter-Trails erster Sorte! Klar muss man etwas aufpassen, aber Vertrauen in die Linie des Vordermanns und ausreichend Federweg vorne und hinten (oder nur vorne, ja solche haben wir auch noch bei uns!) lassen das ganze wirklich zum Spaß werden – und schwupps: findet man sich am Trinkwasserreservoir Dresdens, der Talsperre Klingenberg wieder. web 2 Talsperre KlingenbergUnsere Empfehlung: von der Talsperrenmeisterei aus starten, nicht erst über die Mauer! Der ufernahe Trail hat alles zu bieten, was sich das MTB’ler-Herz wünscht! Wegen der vielen in alle Himmelsrichtungen angeordneten Wurzeln ist der Trail vielleicht eher bei trockenen Verhältnissen zu empfehlen – aber sonst ist es ein herrliches Fahren mit Tempowechseln, Stichen nach oben und unten, mal ist der Hang rechts, mal links, kurzum: Hier spielen wir mit dem, was wir an Fahrtechnik schon „drin“ haben und trainieren gleichzeitig weiter.
Nun – der Rückweg Richtung Talsperrenmauer ist ein breiter Schotterweg, immerhin rollt’s da sehr schön und landschaftlich ist die Talsperre von beiden Seiten sehenswert! Kurz vor der Mauer nimmt man einen „zornigen“ (Olaf) Trail steil rechts bergauf. Wer (als Rennradler vielleicht?) die auch sehr schönen Straßen Richtung Nachbartalsperre Malter kennt, der dürfte überrascht sein, wie man diese Strecke auch als Trail-Variante erobern kann! Irgendwie kommt man dann an „der Malter“ raus. Wir haben sie erst einmal umrundet, um kurz hinter der Brücke über die Vorsperre scharf links (Achtung Eisplatten) einen Geheimtipp auszuprobieren: Der Trail auf der Dippser Seite bis Malter, man könnte ihn „Pump-Trail“ nennen, versetzt einen in einen echten Flow auf und ab, und wären da nicht hin und wieder ein paar Fußgänger gewesen, hätten wir da ganz ordentlich Fahrtwind produziert. Einkehr diesmal: das neue Pinguin-Café direkt am Parkplatz gegenüber dem Bahnhof Malter – empfehlenswert, ganz neu, sehr hübsch, und ein rundes Angebot (nicht nur Eis, aber auch, und gutes!) mit super Preisen.web 5 Landschaft
Um es kurz zu halten: Rüber in die Dippser Heide kommt man, wenn man direkt nach dem Café (Boah! Härtetest!) steil bergauf klettert und dann vorbei am Einsiedlerfelsen durch den Wald Richtung Heidemühle/Oelsa schnurrt. Dann nochmal klettern („Zipfelweg“) und mit ein bisschen pumpen steht man oben am ehemaligen Feuerwachturm bei Börnchen. Jetzt könnte man über den Lerchenberg in den Wald und ins Poisental (Steinerner Tisch, bekannt von zahlreichen Nighttrails...). Haben wir auch gemacht – aber ganz im Ernst: Das kann es doch nicht schon gewesen sein, oder? Also nochmal ein Kick, wir werden ja nicht jünger, und einen weiteren „zornigen“ Anstieg raus aus’m Tal (ein paar heftige Höhenmeter, die im Nichts endeten und uns wieder umkehren ließen? Geschenkt! Das GPS-Kartenmaterial falsch gelesen...)... Jetzt, liebe Leute, aufgepasst: Man KANN ihn schaffen, den Zornanstieg, aber eher mit einem 29er und einer ausreichend guten (Berg-)Übersetzung. Aber er ist schon fies, und bisschen Schieben könnt Ihr verzeihen, oder? web 4 BikerkraftDie Belohnung (Nochmal: eigentlich wäre im Poisental schon Ende gewesen, wir wollten dann schön ins Bahnwärterhäuschen schnullern...) ist ein fan-tas-tischer Trail und eine hammerschöne hammerschnelle Abfahrt mitten ins schöne Coßmannsdorf hinein, unterhalb der Kirche kommt man raus, und dann... rollt es sich bequem und asphaltiert bis zum Ausgangspunkt und Ziel der Tour nach Tharandt. Wenn wir an dieser Stelle mal Werbung machen dürfen: Das Bahnwärterhäuschen ist seit Jahren zu Recht ein kleines Mekka nicht nur für Radfahrer. Und wer wegen des hervorragenden Kuchenangebots hierher kam, der darf –soll!– getrost auch weiterhin kommen. Das Torten- und Kuchenangebot hat das Zeug, auch bei den neuen Betreibern so legendär zu werden wie bei der Vorbesitzerin. Grün-gelbe RTTW-Trikots dort sind jedenfalls kein Zufall. Wir wollen ja nicht immer beim leckeren Essen enden, obwohl das nach getaner Bike-Arbeit natürlich ein angenehmes Ende ist.

 

web 6 Belohnungskaffeekuche
Deshalb vielleicht zum Schluss die Auflösung des zweiten Teils der Überschrift – von wegen verstauchter Fuß: Mit einem solchen bin ich gestartet, dick einbandagiert und ein bisschen heilende Salbe drauf. Vielleicht unterschreibt es nicht jeder Orthopäde, und natürlich ersetzt es nicht die Frage an Ihren Arzt oder Apotheker. Aber ganz ehrlich: Nach über 80 Trailkilometern und mehr als 1500 teils hart erkämpften Höhenmetern auf der heutigen Runde waren die Schmerzen weg und ich traue mich mal, den Tipp zu geben: Bewegung hilft!

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