Radteam Tharandter Wald

Bestandsaufnahme Fuchsjagdstrecke

 

Hallo ihr Winterschläfer,

 

web 20170305 140300

‎das ist für alle Freunde und Liebhaber der Breitreifen und Stollenfraktion, welche nicht nur 

im Sonnenschein auf trockenen Waldautobahnen unterwegs sind. Sondern, die sich auch mal im Schnee ( war ja genug da diesen Winter) oder im Matsch und Schlamm ( ist auch 

noch genug da nach den Regentagen) raus trauen und ihr geliebtes gefedertes oder hartgestelltes Bike ausfahren. Ich hatte mich bereits am Montag mal kurz zum Mauerhammer an Cottas Grab aufgemacht, um meine Neuanschaffung ein bisschen auf meine Vorlieben einzustellen. Der Sonnenschein und die lauen Temperaturen weckten die ersten Frühlingsgefühle. Dazu der sagenhafte Blick von der Aussichtsplattform über Tharandt und die Somsdorfer Höhe bei strahlend blauem Himmel, einfach herrlich. Da ich nicht so viel Zeit zum Biken hatte, fuhr ich den Weg oberhalb am Breiten Grund nach Hartha zurück. Und da konnte man kaum vorwärts kommen, weil noch Erntezeit im Forst ist und auch einige Wege stark in Mitleidenschaft gezogen sind. Daraufhin nahm ich mir fest für das Wochenende vor, unsere TWC-Strecken mal abzufahren. Ich wollte dazu gern mit ein paar Leuten aus unserem Team unsere Fuchsjagdrunde einweihen. 

Und vielleicht den Fuchs auf Brautschau beobachten, wer weiß.

 

 

Dazu kam es leider nicht, aber ein kleines schwarzes Eichhörnchen übernahm die Vertretung des Meister Reinecke.

In unseren Reihen sind ja viele der aktiven Mitglieder zweigleisig unterwegs, dass heißt, auch das Rennrad erfreut den einen oder anderen zum Mountainbike noch dazu und da hatte sich schon eine große Truppe bereits am Vortag zu einer Saisonauftaktsrunde von 110km getroffen. Somit war ich für den heutigen Sonntag Einzelkämpfer. 

web 20170305 141029 hdr

Das Wetter war ja schon verrückt in der letzten Zeit, so dass ein entspanntes Biken in den Auen und Wäldern rund um Tharandt kaum möglich war. Ich hatte noch nicht damit gerechnet, abseits der befestigten Forststraßen halbwegs ordentlich und zügig voranzukommen. Meine Fahrt durch den Tharandter Wald begann gleich mit dem kleinen Anstieg hinter dem Sonnenbad am Hartheberg. Dieser Reitweg war erstaunlich trocken, was wohl an dem Sturmtief der letzten Tage lag. Ich rechnete natürlich auch mit Windbruch, wie kleine Äste oder Zweige auf den Wegen. Aber bis zur Waldbühne war nix zu sehen außer Laub und Wanderer. Einen netten Gruß und Dank fürs "wortlose Vorbeilassen" und ich machte mich auf zur Preußenschanze. ‎Weiter bis nach Spechtshausen und dann Richtung Kirschberg. Zu meiner Freude ebbte der Wandererstrom kurz nach dem Fröschelteich ab. Ich wollte gerade mal das Tempo auf ein ordentliches Niveau bringen, da wurde ich plötzlich zur Vollbremsung gezwungen. Ein quer liegender, frisch windentwurzelter Baum versperrte den Schotterweg. Ich konnte ihn zum Glück mit einem Ausritt ins bewachsene Gelände umfahren, aber wie sich später rausstellen sollte, war das auch nur da möglich. Auf der weiteren Fahrt bis in die Wüste nach Grund befreite ich unsere Fuchsjagdstrecke von einigen Ästen und musste an der Brücke über die Triebisch erneut vom Rad, um einen Baum wegzuräumen. Leider bekam ich den Baum kaum weg und er versperrte immer noch die Wasserdurchfahrt an der Triebisch. Da musste ich heute ausnahmsweise die Brücke benutzen.(ich schäme mich sehr dafür ;-) ) 

web 20170305 134352

Bis nach Hetzdorf war gutes Durchkommen. Sogar an der Stelle hinter der Baumschule, die letztes Jahr noch bedingt, bis gar nicht befahrbar war. Einige ganz fleißige Mitglieder hatten dort letztes Jahr in einer Tagesaktion den Weg vom Baumschnitt befreit und wieder fahrbar gemacht. Alles war frei und selbst die Wasserlöcher( die halbe Fahrräder schlucken können) waren durchfahrbar. Aber das Unheil nahte, ich kam an der kreuzenden Schneise an, wo man die alten Strommasten sehen kann und ab dort war's vorbei. Es war dann Fahrrad tragen, klettern, kurz fahren und wieder tragen und klettern angesagt. 10 Bäume lagen dort kreuz und quer entwurzelt und machten fahren unmöglich. Nachdem ich die Kletterei mit dem Rad auf dem Rücken überstanden hatte, ging es ab dort zum Glück ungehindert bis nach Hartha zurück. In den Kopf gesetzt, hatte ich mir für heute, nur schnell ein paar Äste, die hier und da noch störten, wegzuräumen und dann an unseren Organisationschef des Tharandter Wald Cups und der Fuchsjagd zu melden, dass wieder freie Fahrt auf allen Strecken möglich ist. Aber daraus wurde nun leider nichts.
In dem Hetzdorfer Teilabschnitt muss erstmal ein Räumungstrupp einrücken und ein Kettensägenmassaker veranstalten, bevor wir die Strecke freigeben können. Alternativ kann man das Ganze umfahren, wenn man vom Hetzbach aus Grund hochkommt weiter bis zur nächsten großen Kreuzung fahren und dann links bis zur nächsten Kreuzung, dann kommt man danach wieder zur alten Streckenführung. Ich werde die Beräumung weiterverfolgen und hier ein update dazu geben.

 

Bis dahin, trainiert fleißig und unfallfrei und vielleicht bekommt ihr den Fuchs zu sehen,

euer Denis

 

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.